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Elemente des gemeinsamen Unterrichts an unserer Schule

Schon bei Gründung unserer Schule vor über 25 Jahre war unser Selbstverständnis, grundsätzlich alle Kinder unseres Einzugsbereichs aufzunehmen und den Fähigkeiten entsprechend zu beschulen. Grundlage waren langjährige Erfahrungen der damaligen Lehrerinnen und Lehrer mit binnendifferenziertem Unterricht, aber auch in vielen Klassen stattfindende Einzelintegration, die sich Eltern gewünscht hatten, lange bevor die ersten Integrationsschulen im damaligen Berlin-West eingerichtet wurden. Eine von ihnen war dann unsere Schule. Inzwischen lernen bei gut 400 Kindern insgesamt etwa 50 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichstem sonderpädagischen Förderbedarf an unserer Schule und verbringen zum überwiegenden Teil im seit gut 10 Jahren bestehenden Ganztagsbereich ihre Freizeit.

Durch die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen, in denen unsere Klassen organisiert sind, sind die Lernwege unserer Schülerinnen und Schüler insgesamt stark individualisiert. Hinzu kommt, dass an jeder Schule, also bei uns auch, zusätzlicher Förderbedarf bei vielen Kindern besteht. Sprachliche, kulturelle und soziale Schwierigkeiten müssen ausgeglichen werden. Möglichst für alle und jeden die beste Förderung zu leisten und jedem an der Stelle Lernfortschritte zu ermöglichen, an dem diese notwendig sind, ist eine Anforderung, der wir uns Tag für Tag neu stellen müssen.

Deshalb arbeiten an unserer Schule unterschiedlichste Professionen zusammen: Unter den fast 50 Lehrerinnen und Lehrern haben ein Drittel eine sonderpädagogische Qualifikation, wobei hier die Richtungen so vielfältig sind wie die Bedarfe unserer Kinder. Auch unter den 28 Erzieherinnen und Erziehern gibt es mehrere Facherzieher mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Diese unterstützen in einzelnen Stunden im Unterricht. Hinzu kommen neun Schulhelferinnen und Schulhelfer, die im Rahmen des Unterrichts teils pflegerische Aufgaben übernehmen, aber auch individuelle Lernunterstützungen geben.

Ein Schulsozialarbeiter, der bei Konflikten innerhalb von Klassen, die bei der sehr gemischten Zusammensetzung nur zu oft entstehen, moderiert, aber auch Eltern bei der Bewältigung von Problemen, die im Erziehungsprozess entstehen, unterstützen kann, rundet die Zusammensetzung unseres pädagogischen Teams ab.

Hinzu kommen von außen z.B. Logopäden und Lerntherapeuten zur spezifischen Förderung einzelner Kinder.

Auch an unserer Schule gibt es Schülerinnen und Schüler, deren Lernanforderungen nicht nur modifiziert werden müssen, sondern grundlegend andere sind als bei der überwiegenden Zahl unserer Schülerinnen und Schüler. Dies kann beinhalten, dass sie z.B. nie ein Einmaleins lernen werden oder ein Buch lesen. Dafür treten andere Ziele in den Vordergrund: Wie gehe ich mit meinem Körper um oder finde mich auf der Straße zurecht?

Um diesen und anderen Lernanforderungen nachzukommen, gibt es an unserer Schule klassenübergreifend lebenspraktischen Unterricht und Kochen, Psychomotorik und ab der 4, Klassenstufe Schwimmen, nachdem alle unsere Schülerinnen und Schüler in der 3. Klassenstufe Schwimmunterricht hatten.