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Schulsozialarbeit an der Charlotte-Salomon-Grundschule

Seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 arbeitet ein/e Schulsozialarbeiter/in an der Charlotte-Salomon-Grundschule. In einem immerwährenden Anpassungsprozess wird das speziell auf unsere Schule zugeschnittene Konzept weiter entwickelt. Das Konzept orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder, deren Familien und der Schule. Der Schulsozialarbeiter ist Angestellter des Pestalozzi-Fröbel-Hauses und die Stelle ist eingebettet in das Senatsprogramm „Jugendsozialarbeit an Berliner Grundschulen“. Die Schwerpunkte seiner Arbeit wurden durch die Kooperation mit der Kooperationslehrerin, den Kooperationserzieherinnen und der Schulleitung gesetzt. Im weitern Verlauf werden die Hauptarbeitsschwerpunkte in Bezug auf die Kinder und deren Eltern beschrieben.

Die Kinder
Zu Beginn des Schuljahres galt es allen dazu gekommenen Kindern die Institution „Schulsozialarbeit“ vorzustellen. Die Kinder haben den Sozialarbeiter, seine Aufgaben, sein Büro kennen gelernt, Vertrauen gefasst und den Raum für sich zu nutzen gelernt.
Einzelgespräche, Konfliktlösungen, Gespräche in kleinen Gruppen und Beratungen wurden auf allen Ebenen der Schule etabliert. Mittlerweile kommen die Kinder selbständig um Konflikte mit anderen Kindern zu besprechen und zu klären. Auch Lehrer melden sich, um konfliktbeladene Unterrichtssituationen zu klären oder nach zu besprechen.
Gemeinsam mit einer Sonderpädagogin wurde für Kinder mit Auffälligkeiten im Verhalten und/oder in der Arbeitshaltung eine temporäre Lerngruppe eingerichtet (siehe Konzept im Anhang). Begleitend finden engmaschige Absprachen mit der Klassenleitung und dem Elternhaus statt. Im Rahmen von vier Wochenstunden arbeiten die Kinder als feste Gruppe an vielfältigen Themen wie Wut, Freundschaft, Selbstvertrauen oder Angst. In jedem Schuljahr steht ein besonderes Projekt im Vordergrund. In der Vergangenheit waren das u.a.

  • ein Werkprojekt in Kooperation mit der Fichtelgebirge-Grundschule,
  • Klettern in Kooperation mit dem Jugendkaffee “break out“,
  • Barfußpfad im Schulgarten usw.

Die Kinder lernten hierbei sich selbst und in der Kleingruppe besonders gut alle Facetten der Zusammenarbeit kennen. Dabei wurden sie eng begleitet.

Zur Stärkung der Klassengemeinschaft und der sozialen Kompetenzen der Kinder wurde das Konzept „Kompetenztraining“ in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin der Otto-Wels-Grundschule entwickelt.
Es findet im Wechsel eine gemeinsame Durchführung an beiden Schulen mit jeweils einer Klasse über sechs Wochen statt. Die erste Durchführung fand im zweiten Halbjahr 2009/2010 statt, danach wurde das Kompetenztraining immer regelmäßig  im Wechsel in beiden Halbjahren angeboten.
Die Kinder erleben durch das Training einen veränderten Umgang mit Konflikten. Durch Rollenspiele werden Alternativen aufgezeigt und eingeübt. Durch die unterschiedlichen Methoden werden die Lernerfolge gefestigt und die Schüler ermuntert diese weiter umzusetzen.
In den Sommerferien begleitet der Schulsozialarbeiter z.T. das Ferienprogramm des Hortes. Ausflüge in Kooperation mit dem Hort bzw. Angebote in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin der Otto-Wels-Grundschule werden geplant und bei Bedarf auch durchgeführt.
Die Beratung der Lehrer bei Konflikten in der Klasse und die Begleitung und Leitung von Klassenratsstunden sind fester Bestandteil der Schulsozialarbeit geworden. Zusätzlich werden nach Bedarf Projekttage mit Klassen zum Sozialen Lernen durchgeführt.

Die Eltern
Der Schulsozialarbeiter hat sich in allen Gremien der Schule, Elternabenden und Informationsveranstaltungen den Eltern vorgestellt.
Die Beratung der Eltern bei schulischen Problemen und/ oder Erziehungsfragen ist eine seiner Kernaufgaben.
Der Schulsozialarbeiter vermittelt bei Konflikten der Eltern untereinander und/oder mit Lehrern/ Erziehern.
Er unterstützt die Eltern bei Kontakten zu anderen Institutionen, Ärzten, Therapeuten, Jugendamt, Schulpsychologie.
Der Schulsozialarbeiter führt den von seiner Vorgängerin initiierten themenbezogenen Elternabend „Schlauer Montag“ fort. Hier werden pädagogische Fragestellungen aufgegriffen und durch kompetente Referenten vorgestellt und mit der Elternschaft diskutiert. Die Abende finden ca. 4-6 Mal im Schuljahr statt. Hier wurden bereits Themen diskutiert wie ADHS, Hochbegabung, Cybermobbing, Computerspiele, Elterntrainings und vieles mehr. Die Eltern nutzen dieses Forum bereits selbständig für sich, indem sie sich z.B. im Rahmen des „Schlauen Montags“ gegenseitig über das Thema „Übergang an die Oberschule“ informierten.
Der Schulsozialarbeiter wirkt aktiv in der Arbeitsgruppe „Zusammenarbeit mit Eltern“ des Pestalozzi-Fröbel-Hauses mit. Hier werden Methoden besprochen, Schwerpunkte ausgetauscht und neue Ideen zur Umsetzung von Elternbeteiligung an der Schule erarbeitet.
Das im Schuljahr 2010/2011 eingeführte Eltern-Cafe wurde von den Eltern sehr wenig genutzt und deshalb wieder eingestellt.
Seit dem Schuljahr 2011/2012 findet in Kooperation mit der Kooperationslehrerin an zwei Abenden ein Elternseminar für die zukünftigen Erstklässler-Eltern statt. Die Eltern werden an der Schule willkommen geheißen und ihre Wünsche, Vorstellungen und eigenen Schulerfahrungen sollen Berücksichtigung finden. All das soll den Übergang der Kinder von der Kita in die Grundschule besser begleiten und erleichtern. Geplant ist, die Eltern erneut zum Ende der dritten Klasse und zum Ende der sechsten Klasse ihrer Kinder einzuladen. Gespräche über erfüllte oder offen gebliebene Wünsche sollen zur gemeinsamen Reflexion über das Schulleben der Kinder anregen.

Die Schulsozialarbeit als Bindeglied im Netzwerk der Schule
Im Laufe der letzten drei Schuljahre durch die vorhergehende Schulsozialarbeiterin intensivierte Vernetzung der Schule mit dem Sozialraum wird fortgeführt. Unser Schulsozialarbeiter ist aktives Mitglied der Sozialraum AG II, des Arbeitskreises Schule/Jugendhilfe und der Netzwerkrunde rund um das Familienzentrum. Durch seine aktive Teilnahme findet in der „Netzwerkrunde rund um das Familienzentrum am Mehringdamm“ eine enge Kooperation mit anderen Einrichtungen im Sozialraum statt: EFB am Mehringdamm, Kitas der Umgebung, Gelbe Villa, Cafe Breakout, Familienzentrum am Mehringdamm.
Durch die gute Zusammenarbeit sind unter der Leitung eines Mitarbeiters der EFB gemeinsame Supervisionsrunden entstanden. In der Schule wurde eine monatliche Sprechstunde eines Psychologen der EFB etabliert um den Eltern eine schnelle und kompetente Beratung zu ermöglichen und Schwellenängste zu minimieren. Einmal monatlich können die Eltern Termine bei dem Kollegen vereinbaren.

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